Die Auswahl des Autos

Die Auswahl des Autos war gar nicht so einfach wie wir uns das gedacht hatten. Da mir gesagt wurde, dass ich ein sogenannter „Sitzriese“ bin, schränkte dies die Auswahl schon sehr ein. „Sitzriese“ bedeutet, das ich im Rollstuhl sitzend eine Höhe von fast 1,50 Meter habe. Das dies aber die Wahl des Autos einschränken würde, war einfach gelogen. Es wurde mir immer wieder eingeredet, damit ich nicht den nun mal doch etwas teureren Chrysler Voyager oder Kia Carnival nehme. Es wurde mir immer wieder vom technischem Berater und vom Gutacher Herrn Kretschmar gesagt, dass ich in diese Autos nicht rein passen würde. Umso erstaunter war ich, als ich bei Paravan zum ersten mal in einem solchem Auto saß und dort mehr Kopffreiheit hatte wie im Transit. Deswegen wieder mein allerdringlichster Tipp: AUSPROBIEREN!!!! Man bekommt viel erzählt, aber nicht alles stimmt!!! Leider kam das ausprobieren bei mir zu späht, nämlich als der Transit schon gekauft war...

Unsere erste Wahl wäre wahrscheinlich ein Mercedes Vito gewesen. Wir hatten auf unserer Hochzeitsreise einen Vito als Leihwagen (siehe Bilder),

         
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deswegen hat er uns auch ganz gut gefallen. Damals bin ich aber noch umgesetzt auf den Beifahrersitz und Kerstin hat den Rollstuhl dann über die Rampe ins Auto geschoben (siehe Bild). 

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Ich erkundigte mich bei verschiedenen Umbaufirmen, wie hoch maximal die Innenhöhe des Vito durch Umbauten (Tieferlegen des Fahrzeuginnenboden) erreicht werden kann. Mir wurde mitgeteilt, dass man eine Innenhöhe von ca. 150 cm erreichen kann. Mit einem neuem Rollstuhl (Balder) kam ich auch als Sitzriese auf den respektablen Wert von ca. 140 cm. Also war für uns erst mal alles klar, dass wir den Vito haben möchten. Die Ernüchterung kam dann aber recht schnell, als wir erfuhren, dass das Tieferlegen des Innenboden vom Vito mal kurz schlappe 20000 DM kosten sollte. Dazu kommt dann auch noch der Nachteil, dass die Steifigkeit eines Auto ganz rapide abnimmt, wenn man am Fahrzeugboden Änderungen vornimmt und sich dies dann natürlich negativ auf das Crashverhalten des Fahrzeuges auswirkt.

Da es zu diesem Zeitpunkt den Ford Transit noch nicht mit Automatik gab, blieb als einzige Alternative noch der Mercedes Sprinter. Na ja, unsere erste Wahl war der Sprinter erst nicht, aber die Aussicht, bald endlich wieder mobil zu sein, überwog dann doch und wir besorgten Kostenvoranschläge und Angebote.

Eigentlich war schon alles klar, da sah ich durch Zufall im Internet (Internet ist toll), dass es den Ford Transit jetzt endlich wieder mit Automatik gab. Gut, eine richtige Automatik ist es allerdings dann auch wieder nicht, sondern ein automatisiertes Schaltgetriebe, Namens EST Durashift. Klasse, schalten wie Schumi (nur das so annähernd 600 PS fehlen) am Lenkrad und ohne Schaltknüppel. Angesichts des horrenden Preisvorteils des Transit und der Tatsache, dass uns der Transit einfach besser gefiel, entschieden wir uns für den Ford.

Vor dem Umbau hatte ich kurz Gelegenheit meinen Wagen zu sehen. Man kann hier gut den Überführungssitz erkennen, weil der richtige Fahrersitz ja sowieso ausgebaut wird. Bietet Ford so an.

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