Der Antrag

Ich kann hier auch nur wieder meinen Antrag bei der BfA erklären, bin mir aber sicher, dass Anträge bei anderen Kostenträgern Ähnlichkeiten aufweisen. Ich hatte mir über das Internet bei der BfA Antragsformulare bestellt und wartete nun darauf. Als die Anträge dann ankamen, stellte sich heraus, dass es die falschen waren. Daher kann ich nur raten, diese Antragsformulare telefonisch zu bestellen (Bitte nicht die unten aufgelisteten Formulare benutzten, sondern entweder sich welche telefonisch bestellen oder sich die neusten von der Seite der BfA Berlin runterladen). Als ich dann die richtigen Anträge hatte, war ich erst mal geschockt über den Umfang. Ich hatte ja schon mal über das Arbeitsamt erfolgreich ein Auto beantragt. Dort waren die Anträge lange nicht so ausführlich und schwierig wie bei der BfA.

Der Antrag setzte sich aus folgenden Blättern zusammen (hier als PDF):

  1. Merkblatt zum Antrag auf Leistungen zur Rehabilitation
  2. Formular zum Antrag auf Leistungen zur Rehabilitation Versicherter
  3. Zusatzfragebogen KFZ zum Antrag auf Gewährung von Kraftfahrzeughilfe
  4. Entfernungsbescheinigung zur Vorlage beim Katasteramt

Zusätzlich ist auch noch ein Teil des Antrages bei der Krankenkasse ausfüllen zu lassen. Des weiteren braucht man auch Kostenvoranschläge über das KFZ und die Umbauten. Inwiefern diese direkt bei der Antragstellung schon erforderlich sind, würde ich bei einem Gespräch mit dem Rehaberater abklären. Überhaupt kann ich allen nur raten diesen Antrag nicht ohne Hilfe auszufüllen. Ein Haken an der falschen Stelle oder eine falsche Formulierung im Antrag und der Ärger und Komplikationen sind vorprogrammiert. Wendet euch an die Rehaberatungsstellen der BfA (eine Liste findet Ihr auf der Seite der BfA Berlin) oder an eine andere Institution wie z.B. den MMB e.V., die euch beim ausfüllen des Antrages behilflich sind. Ganz wichtig ist auch ein persönliches Anschreiben, in welchem Ihr ausführlich Eure Situation schildert, weshalb Ihr auf ein behindertengerechtes Fahrzeug angewiesen seid.

Ein erstes ärztliches Attest ist auch hilfreich, obwohl Ihr damit rechnen müsst, zu einer amtsärztlichen Untersuchung eingeladen zu werden.
Bei mir mussten auch mehrere Gutachten erstellt werden, in welchem festgestellt wurde, welche behinderungsbedingten Zusatzausstattungen ich benötige. Das erste Gutachten von Herrn Kretschmar vom TÜV-Nord war eine absolute Katastrophe. Aufgrund dieses falschen Gutachtens wurde mein Auto komplett falsch umgebaut und die ganze Sache zog sich in die Länge. Ich kann nur den Tipp geben, eine echte Fahrprobe zu machen! Besteht auf eine ausführliche Fahrt, denn wenn einmal ein falsches Gutachten da ist, wird es sehr kompliziert. Kauft nicht die Katze im Sack!!! Das wichtigste ist das ausprobieren des Systems welches Ihr fahren wollt. Der TÜV-Prüfer und der Umbauer können euch 100 mal erzählen was ihr braucht, solang ihr es nicht ausprobiert habt, geht ihr ein Risiko ein.

Wenn Ihr gerade vor dem Entschluss steht einen Antrag zu stellen, wünsche ich Euch viel Glück.